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Trainingsraum

Entstehung

Der Trainingsraum wurde nach längerer intensiver Diskussion der Theorie und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten und einem Pädagogischen Tag (geleitet von Frau Dr. Heidrun Bründel) im Schuljahr 2003/04 eingeführt.

Der Schüler kehrt mit seinem erarbeiteten Plan ins Klassenzimmer zurück und zeigt den Plan dem Lehrer, bei dem er den Unterricht verlassen hat. Der Plan muss auch Angaben darüber enthalten, wer dem Schüler bei der Nacharbeitung des versäumten Unterrichtsstoffes behilflich ist. Der Lehrer nimmt den Plan zur Kenntnis und erklärt sein Einverständnis. Hat der Lehrer berechtigte Beanstandungen am Plan, muss der Schüler nochmals in den Trainingsraum zurückkehren und seinen Plan überarbeiten.

Stört eine Schülerin oder ein Schüler durch sein Verhalten den Unterricht, so stellt die Lehrerin oder der Lehrer kommentarlos die ritualisierten Trainingsraumfragen:

  1. Was tust du gerade?

  2. Gegen welche Regel verstößt du?

  3. Was geschieht, wenn du gegen die Regel verstößt?

  4. Wofür entscheidest du dich?

  5. Wenn du wieder störst, was passiert dann?

Im Anschluss an das Fragenritual entscheidet sich die Schülerin oder der Schüler. Sollte es zu einer weiteren Unterrichtsstörung kommen, hat sie oder er sich automatisch für den Trainingsraum entschieden und verlässt das Klassenzimmer. Der Lehrer trägt dies mit Uhrzeit ins Klassenbuch ein. Ebenso die Rückkehr aus dem Trainingsraum.

Der Trainingsraum ist das Herzstück des Programms, hier findet mit Hilfe von dafür ausgebildeten Trainerinnen und Trainern der eigentliche Lernprozess des Schülers statt.

Der Trainingsraum ist täglich von der 1. bis zur 6. Stunde besetzt. Als Trainerinnen und Trainer arbeiten Eltern und Lehrer im Verhältnis 1:2. Die Eltern arbeiten als ehrenamtliche Lehrbeauftragte mit einer Aufwandsentschädigung von 7 € pro Stunde. Die Lehrer sind ebenfalls ehrenamtlich tätig oder bekommen eine Anrechnung von 1:2 aus den Pool- und AG-Stunden.

Ein Schüler, der in den Trainingsraum will, klopft an, stellt sich vor und erhält dann einen Arbeitsbogen, mit dessen Hilfe er eine Reflexion über das eigene Verhalten durchführt. Anschließend erstellt er einen Plan, der eine zukünftige ähnliche Störung verhindern soll.

Das Nach- und Durchdenken des eigenen Störverhaltens ist Sinn und Zweck des Aufenthaltes im Trainingsraum. Unterstützt wird der Schüler von den Trainerinnen und Trainern. Sie sorgen durch ihre Fragen und Anregungen dafür, dass der Schüler in den Reflexionsprozess kommt und einen realistischen Plan erstellt. Nach Erstellung des Planes vereinbaren sie mit dem Schüler einen Nachtermin, zu dem der Schüler über den Erfolg seines Plans oder die Gründe für ein Scheitern berichtet.

Alle Schüler, die in den Trainingsraum kommen, werden in ein Klassenbuch eingetragen. Gleichzeitig wird auch ihr erarbeiteter Plan abgeheftet.

Wenn ein Schüler dreimal im Trainingsraum war, erfolgt ein Gespräch mit dem Schüler, seinem Klassenlehrer und einem Trainer. Ziel des Gespräches ist es, für den Schüler Hilfen zu finden, dass weitere Besuche im Trainingsraum vermieden werden.

Bei weiteren Trainingsraumbesuchen wird die Schulleiterin zum Gespräch hinzugezogen, gegebenenfalls müssen dann Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen eingesetzt werden, da pädagogische Möglichkeiten erfolglos sind.